Zum Inhalt springen
Werbehinweis

Der Vergleich, die dazugehörigen Informationen und die Leistungen der nachfolgend aufgeführten Anbieter mit einer deutschen Lizenz nach dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) erfolgen unter Beachtung der Grundsätze der Nichtirreführung und der Transparenz. Für alle hier aufgeführten Angebote gelten die jeweiligen Bedingungen des einzelnen Anbieters. In den meisten Fällen richten sich Angebote, Aktionen und Boni ausschließlich an Neukunden. Alle Bonusangebote nennen den höchstmöglichen Betrag; der tatsächliche Bonusbetrag richtet sich nach der Höhe der Einzahlung. Die vollständigen Bedingungen entnehmen Sie der Website des jeweiligen Anbieters. Der Zugang zu den Websites der Anbieter ist erst ab 18 Jahren gestattet. Glücksspiel kann süchtig machen. Informationen und Hilfe unter www.bioeg.de.

SpielothekSpiele Automaten-Pass: 0/9
Kann man den Kasten austricksen?

Merkur-Automaten-Tricks: was am Kasten wirklich dahintersteckt

Kommen dir die Sprüche über todsichere Merkur-Tricks bekannt vor? Ich habe die oberen Suchtreffer und drei Mythen vom Tresen geprüft, aber für keinen einzigen einen Beleg gefunden, dass er funktioniert. Sieh dir hier an, was die Zulassungsregeln wirklich sagen und warum die meisten dieser Versprechen daran scheitern.

Wie ein Merkur-Kasten in die Kneipe kommt

Ein Merkur-Kasten darf nicht einfach aufgestellt werden. Die Spielverordnung sagt in § 13: „Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt darf die Bauart eines Geldspielgerätes nur zulassen, wenn folgende Anforderungen erfüllt sind“. Der Hersteller muss nach § 12 Abs. 2 Nr. 2 erklären, dass „die Gewinnaussichten zufällig sind, für jeden Spieler gleiche Chancen eröffnet werden“. Das Gerät muss „gegen Veränderungen gesichert gebaut sein“, und dafür verlangt die PTB ein IT-Sicherheitsgutachten, „um den Manipulationsschutz der Geräte nach dem Stand der Technik nachzuweisen“. Spätestens 24 Monate nach dem Aufstellen wird der Kasten nachgeprüft, die Prüfplakette ist laut PTB „gegen Entfernung und Fälschung geschützt“. Jasmin hat die Texte im Wortlaut nachgelesen.

Die technische Richtlinie der PTB, Fassung vom 27.01.2015, wird in Abschnitt 4.2 a noch deutlicher: „Geldgewinne in Bezug auf einen getätigten Einsatz sind für den Spieler grundsätzlich nicht vorhersehbar.“ Und in Abschnitt 4.2 c: „Es gibt keine Abhängigkeit der Gewinnaussichten von den spielenden Personen.“

Die Merkur-Tricks im Check

Kommen dir die Sprüche auch bekannt vor?

  • Den Inhalt habe ich nicht gekauft. Dagegen spricht die Zulassung: Es darf „keine Abhängigkeit der Gewinnaussichten von den spielenden Personen“ geben. Was eine Person weiß, ändert also nichts an ihren Chancen.

  • Dagegen spricht: „Geldgewinne in Bezug auf einen getätigten Einsatz sind für den Spieler grundsätzlich nicht vorhersehbar.“ Die Risikoleiter nennt die PTB-Richtlinie (Abschnitt 4.2 a) nicht beim Namen, sie gilt für alle Gewinnaussichten.

  • Dagegen spricht: Das Spielsystem darf „nicht durch Einwirkungen von außerhalb der Bauart beeinflusst werden“, und Gewinne sind nicht vorhersehbar. Eine eigene Aussage zu Handy-Apps habe ich nicht gefunden.

  • Dagegen spricht die PTB-Richtlinie in Abschnitt 4.2 b: „Die Gewinnaussichten unterliegen keinen langfristigen Trends, d.h. sie ändern sich auf längere Sicht nicht.“ In der Spielverordnung habe ich keine Vorgabe gefunden, die die Gewinnaussichten an die Uhrzeit bindet.

  • Dagegen spricht dieselbe Richtlinie: keine Trends und keine Abhängigkeit von der Person. Einen Satz, der ausdrücklich das Nachholen nach einer Pechsträhne ausschließt, habe ich nicht gefunden.

  • Einen Text, der genau das nennt, habe ich nicht gefunden. Belegt ist nur: Der Kasten muss „gegen Veränderungen gesichert gebaut sein“.

  • Für das Online-Spiel gilt die Richtlinie für Kästen nicht. Dort verlangt das Gesetz, dass die Gewinnaussichten zufällig sind. Einen Beleg, dass eine Pause daran etwas ändert, habe ich nicht gefunden.

Und der Trick, der wirklich funktioniert hat?

Es gab einen Fall, in dem der Spielverlauf tatsächlich vorhersehbar war. Der Bundesgerichtshof beschreibt ihn so: „Mittels der „Hintertür“ war es möglich, durch die Eingabe einer bestimmten Tastenkombination die Automaten dergestalt zu beeinflussen, dass der Spielverlauf vorhersehbar wurde“. Eingebaut hatten die Hintertür aber nicht Spieler, sondern Programmierer und Betreiber, und der Fall landete beim Bundesgerichtshof. Computerbetrug kann laut Strafgesetzbuch mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft werden. Ein Trick für den Tresen ist das nicht.

Risikoleiter und Kartenrisiko

Auf der Seite zu Fruitinator beschreibt Merkur die beiden Sonderfunktionen so: „An der Risikoleiter tastest du dich Stufe für Stufe nach oben, beim Kartenrisiko tippst du auf die richtige Farbe. Mal geht es steil bergauf, mal ist der Moment vorbei, ehe er richtig begonnen hat.“ Ein Muster, nach dem man drücken sollte, nennt Merkur dort nicht. Die Zulassungsregeln verlangen, dass Gewinne für dich nicht vorhersehbar sind.

Wohin als Nächstes?

Bist du damit für den Stammtisch gewappnet?

Was passiert, wenn jemand den Kasten selbst manipuliert, steht unter Spielautomaten manipulieren. Weitere Mythen vom Tresen findest du unter Tricks und Mythen am Automaten, den Merkur-Klassiker Fruitinator mit allen Regeln auf seiner eigenen Seite. Wo die Merkur-Spiele legal laufen, steht unter Merkur-Spiele online.